Welche Ernährung ist die Richtige für meinen Hund? Eine Frage die mir als Züchter häufig gestellt wird. Was auch absolut verständlich ist, denn man wird heutzutage ja regelrecht erschlagen, von den vielen Angeboten.

Ich muss sagen, wir barfen unsere Hunde auch hauptsächlich, da es für uns auch tatsächlich die gesündeste Art ist seinen Hund zu ernähren, aber wir haben auch immer ein paar Dosen hochwertiges Nassfutter zu Hause, dass dem Barf sehr nahe kommt. Auch unsere Welpen werden nicht nur mit Barf aufgezogen, sie kennen bei ihrem Auszug Frischfleisch und unser gutes Nassfutter. Dann können die Leute auch später selber entscheiden, ob sie barfen  möchten oder nicht.

 Ich habe mittlerweile seit über 16 Jahren Aussies und wir haben viele Futtermethoden ausprobiert. Meine Hunde vertragen zum Glück alles, sind fit, gesund und vital, keiner hat eine Allergie oder Unverträglichkeit. Ich muss aber auch dazu sagen, dass ich zu denjenigen gehöre die nicht gleich zum Tierarzt rennen, wenn bei meinem Hund mal ein Pups quer sitzt. Hauptnahrung unserer Hunde ist Fleisch, sie bekommen aber auch mal das, was von unserem Essen übrig bleibt(natürlich sollte es nicht zu scharf sein). Aber auch gesunde Nassfutter kommt hin und wieder in den Napf, meine Mutterhündin hat zum Beispiel immer einen vollen Napf Futter stehen, da sie in der Zeit, in der sie ihre Welpen aufzieht einfach die Energie braucht.

Ich kann meinen Welpeninteressenten natürlich nicht vorschreiben, was sie zu füttern haben, ich kann sie nur beraten.

 Gerade für Leute die sich mit dem Barfen unsicher sind, finde ein hochwertiges Nassfutter gut, denn da ist alles drin, was der Hund benötigt.  Unsere Welpen bekommen zu dem Frischfleisch auch Milchprodukte wie Hüttenkäse, Joghurt, dann Obst Gemüse, mal ein rohen Ei, usw.

Hunde ernähren ist keine Zauberei, jeder sollte seinen Hund einfach natürlich und ausgewogen ernähren.

 

Wie erkennt man gesundes hochwertiges Hundefutter? Indem man sehr genau die einzelnen Bestandteile in der Deklaration liest. Eine genaue Deklaration beinhaltet die korrekte prozentuale Zusammensetzung des Futters, mit genauen Mengen der aufgelisteten Nährstoffe. Und das in der Reihenfolge und Menge, in der sie im Hundefutter enthalten sind. Wenn man die einzelne Zusammensetzung addiert, sollte man am Schluss immer auf 100% kommen. ALSO UNBEDINGT DAS KLEINGEDRUCKTE HINTEN LESEN UND SICH NICHT VON DEM BEEINDRUCKEN LASSEN WAS VORNE DRAUF STEHT! Außderdem sollte beim Fleisch immer genau angegeben sein, welche Stücke sich davon in dem Futter befinden. Ein Beispiel:

Zusammensetzung:
65% Fleisch und Innereien,
ausschließlich Rind, bestehend aus Rindfleisch, Rinderherz, Rinderleber,
Rinderlunge, Rinderpansen
27,9,% Brühe, 4% Kartoffeln, 2% Karotten, 0,5% Rosmarin, 
0,5% Lachsöl, 0,1% Algenkalk
Analytische Bestandteile:
Rohprotein 10,80%, Rohfett 7,00%, Rohasche 2,20%, 
Rohfaser 0,50%, Feuchtigkeit 75,00%
So sollte eine gute Deklartion aussehen. Darunter noch die Fütterungsempfehlung und das wars.

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Was bedeuten die einzelnen Nahrungsbestandteile im Hundefutter?

Man kann sich nur die groben Zutaten des Futters anschauen. Auf fast allen Futtersäcken befindet sich das Rohprotein, Rohasche, Rohfaser, BHA, Rohfett, glücklicherweise auch Fleisch und Fleischnebenprodukte und außerdem Tiernebenprodukte. Nun muss man versuchen zu erfahren, was sich hinter den einzelnen Bezeichnungen verbirgt. Was sind denn nun die Tier- oder Fleischnebenprodukte? Steht zum Beispiel auf einer Dose oder einem Sack Futter "Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, Fleischprotein(zum Beispiel Entenprotein). Was kann der Verbraucher sich nun eigentlich darunter vorstellen? Leider kann das alles Mögliche sein, das können Federn, Schnäbel, Füße, Hufe, sogar Kot und Urin sein..aber kein Fleisch...Gruselig nicht wahr? Auch bei Öl werden beispielsweise Frittieröl aus der Fast Foodinsustrie verwendet, das eigentlich weggeworfen wird...traurig aber wahr, da braucht man sich nicht wundern, warum manche Hunde mit so vielen  Unverträglichkeiten zu kämpfen haben.

Zwei unterschiedliche Deklarationen

Der Preis zeigt nicht immer, ob Futter gut oder nicht empfehlenswert ist. Beim Etikett hat man zwei Arten der Deklaration. Zur Auswahl stehen eine offene und eine geschlossene Deklaration. Eine geschlossene Deklaration beschreibt alle Nährstoffe als Nährstoffgruppen. Hier wird Fleisch auch als Fleisch deklariert. Werden parallel Fleischnebenprodukte verwendet, steht in der Deklaration: Fleischnebenprodukt. Bei Getreide steht auch nur Getreide als Nährstoffgruppe, bzw. Getreidenebenprodukte, falls diese enthalten sind. Bei einer geschlossenen Deklaration kann man nur grob erkennen, dass die einzelnen Nährstoffgruppen in der Hundenahrung enthalten sind. Genaue Angaben über Rohstoffe oder die prozentuale Zusammensetzung des Hundefutters, erfährt man hier nicht.

 

Lasst euch auch nicht mit Werbung wie beispielsweise"PREMIUMFUTTER" in die Irre führen, denn das hat nun rein gar nichts mit der Qualität eines Futters zu tun, das kann auch der größte Schrott sein.

Woran erkenne ich nun gutes, hochwertiges Hundefutter?

- der Hersteller hat eine 100%ige Volldeklaration bei der Zusammensetzung

- der Wasseranteil (Nassfutter) sollte seperat aufgelistet sein, denn laut dem deutschen Deklarationsgesetz darf man diesen zu dem Fleischanteil dazuaddieren, deswegen steht dann bei manchen Futtersorten ein Fleischanteil von 70%- 90%(von dem aber dann minimum 25% Wasser oder Brühe abgezogen werden muss)

- der Punkt Zusatzstoff (z.B. E-Nummern) hat meiner Meinung nach in einem guten Futter nichts zu suchen

- an der Fütterungsempfehlung, je mehr ich füttern muss, umso minderwertiger das Futter (z.B. ein Hund mit 40kg sollte mit einer 800g Dose am Tag auskommen, ein 20kg Hund mit ca 400 bis 500g)

- das Fleisch sollte in Lebensmittelqualität sein

Meine Hunde lieben Abwechslung. Wir füttern unseren Hunden hauptsächlich Frischfleisch, Nassfutter bekommen sie von Xantara(eine sehr gute Alternative zu Barf,schonend dampfgegart, 100% Natur), bei Fertigfutter achten wir auch sehr darauf dass es regional ist und nicht durch die halbe Weltgeschichte reisen muss. Außerdem gibt es auch mal frische  Rinder- oder Kalbsknochen für die Zähne. Auch gibt es zwischndurch verschiedene Leckerchen und Knabbereien wie Rinderkopfhaut, Kaustangen, usw...Ebenso gibt es mal Essensreste, wenn bei uns zu viel über bleibt, mit Kindern passiert das häufiger ;). Meine Hunde sind kerngesund, keinerlei Probleme mit Futterumstellung, haben keine Allergien, gut aussehenden und wenig Stuhl, kein Eigen- oder Mundgeruch, tolles Fell und sind voller Lebensfreude. Das Futter macht so viel aus, ernährt man seinen Hund hochwertig und ausgewogen, dann erspart man sich einiges an Tierarztbesuchen.

Der Darm ist der Sitz der Gesundheit, darüber sollte man sich wirklich Gedanken machen, wenn der Hund Hautprobleme, Juckreiz, Durchfall, oder andere Auffälligkeiten zeigt. Da helfen dann auch kein Cortison oder Antibiotika. Gesundheit fängt mit einer guten Ernährung an.

MEIN BUCHTIPP:
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