Welche Ernährung ist die Richtige für meinen Hund? Eine Frage die mir als Züchter häufig gestellt wird. Was auch absolut verständlich ist, denn man wird heutzutage ja regelrecht erschlagen, von den vielen Angeboten.

-Getreidefrei soll es sein, denn Getreide ist der Feind und führt zu Allergien und zum schnellen Tod(Achtung Ironie!)

-Am Besten nur rohes Fleisch, denn schließlich stammt der Hund ja vom Wolf ab

-Wenn du nicht barfst bist du für manche sowieso von vornherein gleich ein ganz schlechter Hundehalter, du hältst deinen Hund nicht artgerecht! tztztz...

Ich habe mich eine zeitlang auch von der Hysterie anstecken lassen, bin ja auch nur ein Mensch, und will selbtverständlich auch nur das Beste für meine Hunde. Aber ich habe mich in der Zwischenzeit sehr ausgiebig mit dem Thema Hundeernährung beschäftigt und habe wieder einiges dazugelernt.

Derjenige, der das Ganze mit dem Getreidefrei, etc erfunden hat, hat sich mit Sicherheit eine goldene Nase verdient. Da für viele ihr Haustier ja auch Kinderersatz ist, kann man daran gut verdienen, man will ja nur das Beste für sein "Kind". Kurz und knapp: es ist eine Modeerscheinung und wie es eben oft so ist, möchte man nicht aus der Reihe tanzen und auch mitreden können. 

Ich kann nur sagen, ich habe mittlerweile seit über 16 Jahren Aussies und füttere alles. Meine Hunde sind fit, gesund und vital. Hauptnahrung bei uns ist Trockenfutter, da wechseln wir auch immer mal gern die Sorten.

 

Der Ein oder Andere schlägt jetzt wahrscheinlich auch die Hände über den Kopf zusammen, aber damit hab ich kein Problem. Ich sage immer, jeder sollte das füttern, womit er sich am wohlsten fühlt und wenn er das Futter vom Discounter gut findet, dann ist das eben so. Ich schlage zum Beispiel eher die Hände über den Kopf zusammen, wenn ich höre dass jemand nur barft, am Besten gleich den ganzen Wurf...kann man machen, aber dann sollte das Ganze auch von einem Tierarzt überwacht werden. Welpen brauchen schließlich im Wachstum ganz besondere Nährstoffe.
Auch bei einem erwachsenen Hund sollte man als Barfer alle 15 Monate das Blut kontrollieren, ob kein Mangel vorhanden ist. Man kann einen Hund nämlich auch schnell krank barfen.

 

Also ich bin ein Fan von Fertigfutter, denn da hab ich alles drin, was mein Hund benötigt. Und was bitte, soll daran schlecht sein? Das wird heutzutage alles so streng kontrolliert, ja auch die Futtermittelindustrie hat strenge Vorschriften und Kontrollen und ich glaub bei uns in Deutschland sowieso.

Hunde ernähren ist keine Zauberei und jeder sollte seinen Hund so ernähren, wie er es für richtig hält und sich da von keinem was einreden lassen. Solange es dem Hund gut geht, ist alles in Ordnung.

Hier hab ich zu dem Thema noch einen ganz tollen Link, sehr lesenswert: https://www.royalcanin.com/de/tailored-nutrition/false-facts-about-dog-and-cat-food

Wie erkennt man gesundes hochwertiges Hundefutter? Indem man sehr genau die einzelnen Bestandteile in der Deklaration liest. Eine genaue Deklaration beinhaltet die korrekte prozentuale Zusammensetzung des Futters, mit genauen Mengen der aufgelisteten Nährstoffe. Und das in der Reihenfolge und Menge, in der sie im Hundefutter enthalten sind.

Hier geht es zu unserem kleinen Onlineshop den wir in erster Linie für unsere Welpenbesitzer eingerichtet haben: https://www.dustysschnuffelshop.de/

Was bedeuten die einzelnen Nahrungsbestandteile im Hundefutter?

Man kann sich nur die groben Zutaten des Futters anschauen. Auf fast allen Futtersäcken befindet sich das Rohprotein, Rohasche, Rohfaser, BHA, Rohfett, glücklicherweise auch Fleisch und Fleischnebenprodukte und außerdem Tiernebenprodukte. Nun muss man versuchen zu erfahren, was sich hinter den einzelnen Bezeichnungen verbirgt. Das einzige was hier vorstellbar ist, ist das Fleisch. Um zu erfahren was im Hundefutter enthalten ist kann man den Hersteller kontaktieren.

Zwei unterschiedliche Deklarationen

Der Preis zeigt nicht immer, ob Futter gut oder nicht empfehlenswert ist. Beim Etikett hat man zwei Arten der Deklaration. Zur Auswahl stehen eine offene und eine geschlossene Deklaration. Eine geschlossene Deklaration beschreibt alle Nährstoffe als Nährstoffgruppen. Hier wird Fleisch auch als Fleisch deklariert. Werden parallel Fleischnebenprodukte verwendet, steht in der Deklaration: Fleischnebenprodukt. Bei Getreide steht auch nur Getreide als Nährstoffgruppe, bzw. Getreidenebenprodukte, falls diese enthalten sind. Bei einer geschlossenen Deklaration kann man nur grob erkennen, dass die einzelnen Nährstoffgruppen in der Hundenahrung enthalten sind. Genaue Angaben über Rohstoffe oder die prozentuale Zusammensetzung des Hundefutters, erfährt man hier nicht.

Woran erkenne ich nun gutes, hochwertiges Hundefutter?

- der Hersteller hat eine 100%ige Volldeklaration bei der Zusammensetzung

- der Wasseranteil (Nassfutter) sollte seperat aufgelistet sein, denn laut dem deutschen Deklarationsgesetz darf man diesen zu dem Fleischanteil dazuaddieren, deswegen steht dann bei manchen Futtersorten ein Fleischanteil von 70%- 90%

- der Punkt Zusatzstoffe sollte zu finden sein (z.B. E-Nummern)

- an der Fütterungsempfehlung, je mehr ich füttern muss, umso minderwertiger das Futter (z.B. ein Hund mit 40kg sollte mit einer 800g Dose am Tag auskommen)

- das Fleisch sollte in Lebensmittelqualität sein

Meine Hunde lieben Abwechslung. Wir füttern unseren Hunden hauptsächlich Trockenfutter wie Josera, Belcando, oder The good Stuff. Nassfutter bekommen sie von Landfleisch, Granatapet, sowie Belcando oder The good Stuff. Außerdem gibt es auch mal frisches Fleisch und Rinder- oder Kalbsknochen für die Zähne. Auch gibt es zwischndurch verschiedene Leckerchen und Knabbereien wie Rinderkopfhaut, Kaustangen, usw...Ebenso gibt es mal Essensreste, wenn bei uns zu viel über bleibt, mit Kindern passiert das häufiger ;). Meine Hunde sind kerngesund, keinerlei Probleme mit Futterumstellung, haben keine Allergien, gut aussehenden und wenig Stuhl, kein Eigen- oder Mundgeruch, tolles Fell und sind voller Lebensfreude. Wir füttern nach ABAB(Abstauber Bekommen Alles Mögliche)

Ich kann Ihnen gern den Link von Dr. Rueckert empfehlen, das ABAM - Konzept finden wir einfach grandios

http://www.tierarzt-rueckert.de/blog/details.php?Kunde=1489&Modul=3&ID=19301

Zum Thema artgerechte Hunde- und Katzenernährung kann ich diese Bücher empfehlen:
"Hundeernährung" von Isabell Tammer

"Hunde würden länger leben, wenn...." von Jutta Ziegler


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